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Für Kommunen

Der Landkreis Wolfenbüttel unterstützt fachlich die kreisangehörigen Kommunen bei ihren Klimaschutzaktivitäten.

So sind zum Beispiel die Themen Energieeinsparung, Energieeffizienz und Energiekontrolle in den öffentlichen Liegenschaften ein wichtiger Baustein zum Klimaschutz und zur Kosteneinsparung. Hierdurch wird ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz im Landkreis Wolfenbüttel geleistet.

Förderprogramm zum kommunalen Energiecontrolling

Der Landkreis Wolfenbüttel / Umweltamt Bereich Klimaschutz gewährt auf Grundlage einer Zuwendung durch die „Stiftung Zukunftsfonds Asse“ mit Mitteln des Bundes, Zuwendungen für Kommunen, die ein kommunales Energiecontrolling durchführen. Dieses soll eine Betriebskosteneinsparung für die Bereiche Wärme, Strom und Wasser in den kommunalen Liegenschaften erzielen und somit auch zur CO2-Einsparung beitragen.

Die Einführung eines kommunalen Energiecontrollings dient der Kommune gezielte Energiesparmaßnahmen in den Liegenschaften zu ermitteln und durchzuführen, sowie aussagekräftige Energie- und CO2-Bilanzen zu erstellen (Energiebericht).
Um ein kommunales Energiecontrolling aufzubauen ist die Übersicht aller Energieverbräuche und -kosten der einzelnen Liegenschaften Voraussetzung. Dazu werden Wärme-, Strom- und Wassermengen sowie die Verbrauchskosten systematisch erfasst und ausgewertet.
Diese müssen für jede Liegenschaft mindestens jährlich erhoben werden.
Daraus können für die einzelnen Liegenschaften Aussagen über die energetische Qualität der Gebäude gemacht werden.

Die vorhandenen kommunalen oder vereinseigenen Liegenschaften müssen sich im Landkreis Wolfenbüttel befinden und seit mindestens 5 Jahren fertiggestellt sein.

Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie hier:


Die Gewährung von Zuwendungen erfolgt nach Maßgabe der Zuwendungsgrundsätze.
Die Gesamthöhe der Zuwendung ist begrenzt auf 80 % der Investitionskosten für die beauftragten Dienstleistungen, jedoch maximal 5.800,- EUR pro Kommune. Eine Zuwendung wird nicht gewährt, wenn die Zuwendungssumme weniger als 500,- EUR beträgt.
Voraussetzung für die Beantragung der Zuwendungsmittel ist die vorherige Anschaffung des entsprechenden EDV-Energiecontrollings-Programmes (Modul 1) durch die Kommune. Die Investitionskosten für das EDV-Programm übernimmt der Landkreis Wolfenbüttel.

Mit diesem Programm werden Heizenergieverbräuche witterungsbereinigt berechnet, Daten dargestellt und ausgewertet, sowie Handlungsempfehlungen zu Energieeinsparmöglichkeiten im Rahmen von Energieberichten benannt.

Nachfolgende Dienstleistungen des beauftragten Energiefachbüros können gefördert werden:

> Dateneingabe (Modul 2)
> Kontinuierliche Weiterentwicklung und   Optimierung des Programmes (Modul 3)
> Aktualisierung der Daten und Erstellung eines Energieberichtes (Modul 4)


Um das Förderprogramm in Anspruch nehmen zu können, meldet sich die Kommune telefonisch oder per Email beim Umweltamt an.
Ein auf die Kommune angepasstes Angebot des Energiefachbüros mit den oben aufgeführten Dienstleistungen ist Grundlage für eine Antragsstellung beim Umweltamt.

Die Kommune entscheidet eigenständig welche Dienstleistungen (Module) durch das Energiefachbüro erbracht werden sollen.
Die Auswahl welche kommunalen Liegenschaften innerhalb einer Kommune berücksichtigt werden, trifft die Kommune in Absprache mit dem Energiefachbüro eigenständig.
Die Auftragserteilung und Abrechnung der Dienstleistungen erfolgt zwischen der Kommune und dem Energiefachbüro.

Nach Beauftragung des Energiefachbüros kann die Kommune einen Antrag auf Förderung stellen.  „Zuwendungsantrag mit Festsetzung und Auszahlung der Zuwendung“.
Beratend begleitet wird der Antragsteller durch Frau Adam und Herrn Herglotz vom Umweltamt sowie dem Energiefachbüro.

Anmelden zum Förderprogramm können Sie sich unter:

Zuwendungsgrundsätze für kommunales Energiecontrolling

Zuwendungsantrag für kommunales Energiecontrolling

Energieeffiziente Neubaugebiete

Ein weiteres Aufgabengebiet ist die Ausweisung von Energieeffizienzstandards in Neubaugebieten.

Die Kommune profitiert bei entsprechender Ausweisung durch:

→ Hohe Baustandards > hohe Zukunftsfähigkeit (zum Beispiel kein Wohnraumleerstand)
→ Prestige-Objekt
→  Chance weitere Klimaschutzthemen wie E.-Mobilität voranzubringen

Der Bauherr profitiert zudem bei Festsetzung von Energieeffizienzstandards durch:

→ Verringerung des Energiebedarf gegenüber des Energiebedarfs eines herkömmlichen Neubaus
→ Energiekosten werden auf Dauer eingespart
→ Einsatz von regenerativen Energien schont konventionelle Energieträger
→ Hohe Baustandards > hohe Zukunftsfähigkeit > kein vorzeitiger energetischer Sanierungsaufwand

Energetische Quartierssanierung

Die KfW-Förderbank vergibt Zuschüsse für integrierte Quartierskonzepte im Rahmen der energetischen Stadtsanierung. Kommunen können über das KfW- Förderprogramm 432 Konzepte fördern lassen für energetische Sanierungsmaßnahmen einschließlich Lösungen für die Wärmeversorgung, Energieeinsparung, -speicherung und -gewinnung.
 
Zudem bietet die KfW Zuschüsse für einen Sanierungsmanager, der die Planung sowie die Realisierung der in den Konzepten vorgesehenen Maßnahmen begleitet und koordiniert.

Der Bereich Klimaschutz im Umweltamt beteiligt sich an kommunalen (Bürger)-Informationsveranstaltungen und bietet fachliche Unterstützung zum Thema. Nähere Angaben zum Förderprogramm der KfW finden sie unter www.KfW.de

Förderprogramm zu Klimaschutzmaßnahmen in Kommunen und Vereinen

Der Landkreis Wolfenbüttel / Umweltamt Bereich Klimaschutz gewährt auf Grundlage einer Zuwendung durch die „Stiftung Zukunftsfonds Asse“ mit Mitteln des Bundes, Zuwendungen für die Optimierung der Gebäudetechnik an bestehenden Nichtwohngebäuden im Eigentum zuwendungsberechtigter Vereine und Kommunen. Ziel ist die nachhaltige Energieeinsparung und damit verbunden eine CO2-Reduzierung.
Förderfähig sind bauliche Maßnahmen zur Optimierung der Wärmeverteilung und der Energieerfassung im gesamten Energieverteilsystem (z.B. Heizungsnetz) eines Gebäudes.

Die vorhandenen kommunalen oder vereinseigenen Liegenschaften müssen sich im Landkreis Wolfenbüttel befinden und seit mindestens 5 Jahren fertiggestellt sein.
Begleitend verpflichtend mit der Antragsstellung ist eine bis zu fünfstündige neutrale Energieberatung.


Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie hier:


Die Gewährung von Zuwendungen erfolgt nach Maßgabe der Zuwendungsgrundsätze.
Die Gesamthöhe der Zuwendung ist begrenzt auf 50 % der Investitionskosten, maximal 4.000,- EUR pro Liegenschaft. Eine Zuwendung wird nicht gewährt, wenn die Zuwendungssumme weniger als 500,- EUR beträgt. Zuwendungen mehrerer Einzelmaßnahmen für dieselbe Liegenschaft dürfen in der Summe die Gesamthöhe von 4.000,- EUR nicht überschreiten.
Förderfähig sind Maßnahmen an Liegenschaften zur Optimierung der Wärmeverteilung und der Energieerfassung, wie z.B. Einbau von Hocheffizienzpumpen, hydraulischer Abgleich, Einbau von voreinstellbarer Thermostatventile, Wärmedämmung von Rohrleitungen und die Regelungsoptimierung der Heizungsanlage.
Es gelten die Vorgaben der KfW und der BAFA (Programm Heizungsoptimierung).

Durch den Einbau zusätzlicher Zähler für Gas, Strom, Wasser soll eine differenziertere Verbrauchsmengenerfassung zur optimaleren Energiekontrolle ermöglicht werden. Diese werden ebenfalls gefördert.

Voraussetzung für die Zuwendung von Maßnahmen zur Wärmeverteilung und Energieerfassung  bei wasserführenden Systemen ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs des angeschlossenen Verteilsystems, entsprechend dem jeweilig vorgeschriebenen Berechnungsverfahren.

Um das Förderprogramm in Anspruch nehmen zu können, meldet sich der Immobilieneigentümer telefonisch oder per Email beim Umweltamt an. Dann kann die bis zu fünfstündige neutrale und kostenfreie Energieberatung durch einen vom Umweltamt zugewiesenen Energieberater in Anspruch genommen werden. Zusammen mit dem Beratungsprotokoll und dem Kostenvoranschlag für die geplante Maßnahme kann der Zuwendungsantrag gestellt werden. Bei Erhalt der „Bestätigung der Förderfähigkeit“ kann der Auftrag an den Handwerker oder der Materialeinkauf bei Eigenleistung erfolgen. Während der Bauzeit wird der Energieberater die förderfähige Umsetzung der Maßnahmen in Augenschein nehmen. Bei erfolgreicher Umsetzung wird abschließend der „Antrag auf Festsetzung“ vom Eigentümer gestellt. Beratend begleitet wird der Antragsteller durch Frau Adam und Herrn Herglotz vom Umweltamt sowie dem Energieberater.

Anmelden zum Förderprogramm können Sie sich unter:

Zuwendungsgrundsätze für Kommunen und Vereine (Gebäudetechnik)

Zuwendungsantrag für Kommunen und Vereine (Gebäudetechnik)


 

Informationsmaterialien

Publikationen des Landkreises Wolfenbüttel:
→ Baubroschüre „Bauen im Landkreis Wolfenbüttel“ 2. Auflage , 2014,“

→ HeizCheck: Gegenüberstellung saniertes/unsaniertes Gebäude aus den 60´er Jahren

→ Steckbrief Gebäudehülle (energetische Kennwerte von Bauteilen, z.B. Kellerdecke,  Fassade)


Bundesförderprogramme der KfW und der BAFA:

→ BAFA- und KfW-Broschüren zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur energetischen Gebäudesanierung


Publikationen  verschiedener Energieagenturen:
→ Informationsbroschüren der Deutsche Energie-Agentur (dena) und der Klimaschutz-und Energieagentur Niedersachsen (KEAN)

 

Netzwerkarbeit

Der Landkreis Wolfenbüttel ist mit weiteren Akteuren im Bereich Klimaschutz vernetzt.
Z.B. mit der Regionalen Energie Agentur (REA) in Braunschweig und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachen (KEAN) in Hannover.
Netzwerktreffen  und  Informationsaustausch der durch das PTJ geförderten Klimaschutzmanager aus ganz Niedersachsen sind zudem ein fester Bestandteil.